Kompensieren heißt, mit einer Geldspende den Ausbau erneuerbarer Energien oder Aufforstungsprojekte zu fördern. Das ist eine super Sache.

Michael Bilharz vom Umweltbundesamt in Outdoor-Magazin

Am besten vermeidet man natürlich CO2-Emissionen wo immer das möglich ist. Oft ist es aber wirklich schwierig und es gibt auch CO2-Emissionen, die man kaum vermeiden kann. Die Website Ein guter Tag hat 100 Punkte geht für Deutschland z.B. von einem Basiswert für den öffentlichen Konsum von 29 Punkten aus, was etwa 2kg CO2/Tag entspricht (wer die Rechnung nachvollziehen möchte: 6,8kg CO2=100 Punkte).

Neben dem Basiswert schlägt bei mir vor allem die Heizung zu Buche: Ich wohne in einem ungedämmten Altbau und meine Heizung läuft mit Gas. Da ich zur Miete wohne, habe ich zunächst keinen Einfluss auf die Dämmung des Hauses und die Art der Heizung. Was kann man also tun – wenn man nicht gleich umziehen möchte? 

Richtig, man kann kompensieren. Finanztest hat kürzlich Anbieter von CO2-Kompensation getestet: Testsieger waren AtmosfairKlima-Kollekte und Primaklima.

Das folgende Video erklärt noch mal, wie das mit dem Kompensieren funktioniert.

Es gibt immer wieder das Argument, dass CO2-Kompensation nur eine Art Ablasshandel sei. Ich bin Bewohnerin des Teils der Erde, der vornehmlich für die exorbitanten CO2-Emissionen in die Atmosphäre verantwortlich ist. Ich persönlich sehe es daher als meine Pflicht an, meine Emissionen, so ich sie nicht vermeiden kann, zumindest zu kompensieren. Bei mir ist es die Heizung, bei anderen sind es Autofahrten oder Flüge. Atmosfair nimmt zu dem Ablasshandelargument übrigens Stellung wie folgt: https://www.atmosfair.de/de/faqs/ablasshandel/.

Kompensieren ist einfach und kostet verhältnismäßig wenig. 

Ach ja, warum nicht einfach mal einem netten Menschen eine CO2-Kompensation schenken?